Aktuelle Nachrichten

Das Museum ist wieder geöffnet!

Seit dem 1. Juni ist das Museum Schnütgen wieder geöffnet und eine Testpflicht besteht weder für den Besuch der Ausstellungen noch für den Shop oder das Museumscafé.

Die Reservierung eines Zeitfensters ist ebenfalls nicht mehr nötig.

Dennoch werden zu Ihrer eigenen Sicherheit bei Ihrem Besuch die Kontaktdaten erfasst, um Nachverfolgung zu gewährleisten. Weiterhin gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. 

 

Eine wertvolle Madonna geht als Dauerleihgabe zurück an den Ort ihrer Herkunft

In der Sammlung des Museum Schnütgen befindet sich eine Skulptur mit einer bewegten Vergangenheit, die ab dem 20. Mai 2021 als Dauerleihgabe an ihrem Bestimmungsort in Rommersdorf (Kreis Neuwied/Rheinland-Pfalz) besichtigt werden kann. 1914 wurde die thronende Muttergottes aus einem abbruchreifen Haus der ehemaligen Prämonstratenserabtei Rommersdorf geborgen. Dort gehörte sie ursprünglich zur Ausstattung der romanischen Klosterkirche und wurde um 1260 geschaffen. Bis zum Jahr 1914 blieb die zierliche Madonna auf dem Gelände. In den Jahren danach überstand die Figur zwei Weltkriege in Privatbesitz, bis das Museum Schnütgen sie schließlich 1961 für seine Sammlung erwerben konnte.
Die spätromanische Figur gilt als charakteristisches Beispiel für die Skulptur am Mittelrhein, beispielsweise im Unterschied zu Kölner Madonnen der Zeit.
Dr. Reinhard Lahr, Geschäftsführer der Abtei Rommersdorf-Stiftung, unterstreicht die Wichtigkeit der Dauerleihgabe für die Abtei: „Die Thronende Muttergottes hat eine große ideelle und historische Bedeutung für Rommersdorf und so freue mich mit dem gesamten Stiftungsvorstand über diese Bereicherung.“
Dr. Moritz Woelk, Direktor des Museum Schnütgen, sagt: „Seit ihrem Ankauf ist diese trotz ihres nicht so guten Erhaltungszustandes sehr ausdrucksstarke Figur in der Sammlung des Museums das wichtigste Beispiel für die spätromanisch-frühgotische Skulptur am Mittelrhein. Allerdings kann sie derzeit nicht immer ausgestellt werden, und so unterstützen wir mit der Leihgabe sehr gerne die ehrenamtliche Arbeit der Abtei Rommersdorf-Stiftung.“

 
 

360-Grad-Rundgang durch die Sammlungspräsentation

Das Museum Schnütgen ist auch für virtuelle Besucherinnen und Besucher geöffnet!
Mit Hilfe eines 360-Grad-Rundgangs kann man sich mit allen mobilen Endgeräten – darunter Smartphone, Tablet oder PC – auf einen Rundgang durch die ständige Sammlung begeben. Die audiovisuelle Begrüßung macht ein sprechender Portallöwe im Museumsfoyer.
Zu zahlreichen Objekten gibt es Zusatzinformationen in Form von Text und Bild. Darüber hinaus sind ein Großteil der Hörstationen für Kinder und Erwachsene in den Rundgang eingebunden. Vom Museumsfoyer direkt in die Krypta? Kein Problem! Über eine interaktive Karte können sich Besucherinnen und Besucher ohne Umschweife an jeden beliebigen Punkt des Museums versetzen.
Ein Beitrag zur Barrierefreiheit
Nicht nur in Zeiten von Corona leistet das Museum damit einen nachhaltigen Beitrag zur Barrierefreiheit: Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch solche, für die eine Reise nach Köln schlicht zu weit ist, können sich bequem von zu Hause aus das Museum ansehen.
Die Inhalte wurden vom Museum Schnütgen in Kooperation mit dem Museumsdienst Köln bereitgestellt.
Die technische und organisatorische Umsetzung erfolgte durch das Redaktionsbüro Dank.

Zum Rundgang
 
 

Der Sprayer von Zürich und das Mittelalter

Ein lange bekanntes Graffito an der Westfassade von St. Cäcilien, der Museumskirche des Museum Schnütgen, stammt von dem Schweizer Gegenwartskünstler Harald Naegeli. Die Sprayaktion von 1980 wurde schon bald als Kunst erkannt, was dem ehemaligen Schnütgen-Direktor Anton Legner und dem langjährigen Direktor des Kölnischen Kunstvereins, Wulf Herzogenrath, zu verdanken ist. Anfang der 1980er Jahre hinterließ der „Sprayer von Zürich“ illegal hunderte Spraybilder von Skeletten und Todessymbolen auf Kölner Fassaden. Die meisten davon sind bereits nach kürzester Zeit wieder entfernt worden und heute verloren. Der Totentanz am Museum Schnütgen, der 1989 durch den Künstler zum 150. Geburtstag des Kölnischen Kunstvereins und zum Abschied seines Direktors Wulf Herzogenrath erneuert wurde, steht unter Denkmalschutz.
Das Museum Schnütgen widmet dem Züricher Künstler nun neue Forschung. Anlass dafür ist sein jüngst dem Museum geschenktes, noch unbearbeitetes Konvolut von 71 Arbeiten auf Papier.
Seit August 2020 widmet sich die Kunsthistorikerin Erchen Wang als wissenschaftliche Forschungsvolontärin Naegelis Arbeiten, die konkrete Zeichnungen zum Thema Tod und Vergänglichkeit, aber auch Arbeiten der Werkgruppe der mythischen Urwolke umfassen. Während ihres zweijährigen Volontariats wird Wang die Arbeiten von Naegeli innerhalb eines studentischen Projektes diskutieren. Eine Ausstellung zu Harald Naegeli ist ab März 2022 geplant.

 

Museumsausgabe des Ausstellungskataloges erhältlich

Zur Ausstellung „Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen“ (25.6.-20.9.20) ist im Hirmer Verlag ein begleitender Katalog in deutscher Sprache erschienen. Die umfangreiche und opulente Monografie mit 200 Abbildungen in Farbe enthält neben Aufsätzen und dem Katalog der ausgestellten Kunst ein aktuelles Gesamtverzeichnis der aus der Werkstatt Meister Arnts erhaltenen Werke. Die Museumsausgabe des Kataloges ist im Museumsshop des Museum Schnütgen für 35 € erhältlich.
Zusätzlich gibt es im Verlag des Museums eine englischsprachige Begleitpublikation: „Arnt the sculptor of images, Master of animated sculptures. A companion to the exhibition“ kann für 10 € erworben werden.

Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen, hg. von Guido de Werd und Moritz Woelk, mit Beiträgen von Volker Hille, Reinhard Karrenbrock, Marc Peez, Karen Straub, Guido de Werd und Moritz Woelk sowie Fotografien von Stephan Kube, Marion Mennicken und anderen, München, Köln 2020, 252 Seiten, 200 Abbildungen

Arnt the sculptor of images, Master of animated sculptures. A companion to the exhibition, verfasst von Adam Stead auf Basis des Ausstellungskataloges, Köln 2020, 60 Seiten

 

Fotografieren erwünscht – Wir sind jetzt auf Instagram!

Das Museum Schnütgen gibt es auch auf Instagram.
Probieren Sie sich bei Ihrem Museumsbesuch mit dem eigenen Smartphone als Skulpturenfotograf*in aus. Unsere Dauerausstellung bietet zahlreiche faszinierende Motive. Teilen Sie diese Bilder auf Instagram und tragen Sie zu einer zweiten, interaktiven Ausstellung bei. 

@museumschnuetgen

 

Die Propheten sind ins Rathaus zurückgekehrt

Seit Freitag, dem 12. Juli 2019, stehen die acht Propheten wieder an der Nordwand des Hansasaals im Historischen Rathaus zu Köln. Aus konservatorischen Gründen sind die Originale – vollrund gearbeitete mittelalterliche Holzfiguren – seit dem Jahr 2012 im Museum Schnütgen ausgestellt.
Auf Initiative von Oberbürgermeisterin Henriette Reker sind nun Repliken angefertigt worden. Hergestellt wurden diese von der Kölner Firma Julius Fröbus GmbH mittels eines 3D-Druckverfahrens. Nach neuesten Standards wurden Fotografien der Originale digital in 3D-Modelle umgerechnet. Die farbigen Oberflächen, die Fassungen, der neu hergestellten Figuren sind von Künstlerhand nach dem heutigen Erscheinungsbild der Originale gestaltet.
Die Oberbürgermeisterin hieß die „neuen“ Propheten gemeinsam mit Dr. Moritz Woelk, Direktor des Museum Schnütgen, im Rathaus willkommen. Mit ihren Sprüchen auf den Schriftbändern erfüllen die Propheten hier wieder ihre Funktion als Repräsentanten moralischer Richtlinien für eine „gute Regierungsführung“.

 

Das neue Handbuch zur Sammlung

Der neue Auswahlkatalog „Museum Schnütgen – Handbuch zur Sammlung“ ist erschienen und als deutsche und englische Ausgabe  im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich.
Das gewichtige, prachtvoll ausgestattete Buch umfasst 280 Katalogtexte zu ausgewählten Kunstwerken, die exemplarisch einen repräsentativen Eindruck von der Bandbreite und Qualität der Sammlung des Museum Schnütgen vermitteln. Es knüpft an den von Hermann Schnitzler von 1956 bis 1968 in regelmäßig aktualisierten Auflagen herausgegebenen Katalog „Das Schnütgen-Museum – eine Auswahl“ an. Zum ersten Mal seit 50 Jahren liegt damit wieder ein derartiges Buch vor, das in allgemeinverständlicher Weise die Bedeutung und Schönheit der Werke verdeutlicht und zugleich den aktuellen Stand der Forschung mit ausgewählter Literatur erschließt. Ein besonderes Augenmerk bei der Auswahl der Katalogbeiträge galt nicht zuletzt den zahlreichen von 1968 bis heute gelungenen Neuerwerbungen.

Museum Schnütgen – Handbuch zur Sammlung. Hg. von Moritz Woelk und Manuela Beer, München 2018,  472 Seiten, 443 Abbildungen