Franka Hörnschemeyer – Gipskartonfeuerschutz

Voraussichtlich: 20. Mai 2021 – 26. September 2021

Intervention in den Ausstellungsräumen des Museum Schnütgen 

Die Soundarbeit „Gipskartonfeuerschutz“ hat Franka Hörnschemeyer (* 1958) 2020 aus ihrem gleichnamigen Künstlerbuch von 1992 entwickelt. Dieses ist aus fragmentierten Architektenplänen für Wohnungen, Büros, Krankenhäuser und Schlachthöfe zusammengestellt.
Aus den Beschriftungen der Pläne hat die Künstlerin einen Text entwickelt. In der Sprechversion erklingt alle 22 Sekunden ein Wort aus diesem Text. Drei Schallstationen in den sehr unterschiedlichen Gebäudeteilen des Museum Schnütgen machen die Ästhetik der Ausstellungsräume auf neue Weise erlebbar.
Franka Hörnschemeyer setzt sich in ihrem Œuvre seit den frühen 1990er Jahren künstlerisch mit Architekturen und Orten auseinander. Dabei bedient sie sich vorgefertigter und in der Regel bereits benutzter modularer Bausteine wie Messebauwände, Betonverschalungsformen, Betonfragmente oder auch Karten und Plänen, oftmals aus kargen Materialien, wie zum Beispiel Gipskarton.
Die Intervention „Gipskartonfeuerschutz“ im Museum Schnütgen bietet die Gelegenheit, mit Besucher*innen und Expert*innen über die besonderen ästhetischen Rahmenbedingungen ins Gespräch zu kommen, welche das Museum prägen. Sowohl die Kunstwerke als auch die Besucher*innen treffen auf die unterschiedlichen, im Laufe der Jahre vielmals umgestalteten Ausstellungsräume.
Wie wirkt sich die architektonische Form der Räume mit all ihren Details und verwendeten Materialien, vom Fußboden bis zum Licht, auf die Wahrnehmung der Kunstwerke und auf den Aufenthalt der Menschen aus? Diesen Fragen soll während der Laufzeit der Intervention durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm nachgegangen werden. Dabei werden die Beobachtungen und Ideen des Publikums in Überlegungen für die Zukunft des Museums mit einbezogen.

Eintrittspreise:
6 €, ermäßigt 3,50 € (inkl. ständige Sammlung Museum Schnütgen)