Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen

Geplant bis 5. Juli 2020

Beginn der Ausstellung wird verschoben – Katalog ab sofort erhältlich

Um eine sch­nelle Aus­bre­i­tung des Coro­na-Virus zu ver­hin­dern, bleibt das Mu­se­um Schnütgen vom 14. März bis zum ein­sch­ließlich 19. April für die Öf­fentlichkeit geschlossen. Die Vorbereitungen der Meister-Arnt-Ausstellung werden in der Zwischenzeit fortgesetzt, um die Ausstellung nach dem 19. April möglichst bald eröffnen zu können. 

Die Museumsausgabe des Ausstellungskataloges "Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen" kann ab sofort im Museumsshop des Museum Schnütgen portofrei für 35 € bestellt werden.
Die englische Begleitpublikation "Arnt the sculptor if images, Master of animated sculptures. A companion to the exhibition" ist für 10 € erhältlich.
Bestellungen können an k.krebs@msshop33.de gerichtet werden.

Wer war der Meister Arnt von Kalkar und Zwolle?
Die erste monographische Ausstellung zu dem Begründer einer reichen Bildschnitzerschule am Niederrhein nimmt die Besucher*innen mit in die Zeit des ausgehenden Mittelalters. Gezeigt werden etwa 60 Werke des zwischen circa 1460 und 1491 tätigen Künstlers. Das spätgotische Œuvre Meister Arnts besticht durch außerordentliche Lebendigkeit, Themenreichtum und Erzählfreude.

Anlass der Ausstellung ist eine Neuentdeckung
Anfang 2019 ist es dem Museum Schnütgen gelungen, drei bislang verschollene Fragmente zu erwerben, mit denen ein bereits in der Museumssammlung befindliches Hauptwerk von Meister Arnt, die Altartafel mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige, vervollständigt und erstmals in dieser Form gezeigt werden kann.
Ein weiteres bedeutendes Werk des Bildschnitzers stammt aus der Kalkarer Nicolaikirche. Der im geöffneten Zustand etwa fünf Meter breite Georgsaltar wird in dieser Ausstellung zum ersten Mal außerhalb des Kirchenraumes präsentiert. 
Zusätzliche hochkarätige Leihgaben – um nur einige internationale Leihgeber zu nennen – stammen aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem Musée de Cluny in Paris und dem Musée Art & Histoire in Brüssel sowie aus zahlreichen Kirchen am Niederrhein.

Niederrhein und Niederlande
Meister Arnt steht für die Verbindung künstlerischer Impulse des Niederrheins mit denen der angrenzenden Niederlande: Von etwa 1460-1484 war er am unteren Niederrhein in Kalkar tätig und von etwa 1484-1492 in Zwolle, der heutigen Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel. Seine Werkstatt belieferte zahlreiche Orte im Umland des IJsselmeeres und der Region um Kleve.
Zu dem erhaltenen Werk Meister Arnts zählen neben Altarretabeln mit figurenreichen erzählerischen Reliefdarstellungen, Statuen von Heiligen sowie markante Einzelfiguren von Christus, Engeln und der Muttergottes mit Kind. Trotz der Produktivität seiner Werkstatt ist Meister Arnt einer breiteren Öffentlichkeit bis heute weitgehend unbekannt – das Museum Schnütgen wird einen erheblichen Teil seines Œuvres eigens für diese Ausstellung zusammenführen und bietet die Chance einer (Neu-) Entdeckung des „Bilderschneiders“.

Eintrittspreise:

10 Euro
ermäßigt: 7 Euro
(inkl. ständige Sammlung Museum Schnütgen)

Gruppe (ab 10 Pers.): 7 Euro

Kombiticket inkl. Rautenstrach-Joest-Museum: 13 Euro
ermäßigt: 10 Euro

Buchungen

Buchen Sie hier eine individuelle Führung für Ihre Gruppe

Alle Gruppen, auch solche mit eigenem Führer, werden gebeten, sich über den Museumsdienst anzumelden. Bei Gruppen mit eigenem Führer wird eine Gebühr von 40 € für die Nutzung der Headsets erhoben, die bei einer Gruppengröße ab 10 Personen verpflichtend ist.

Gruppenführungen durch den Museumsdienst
max. 25 Personen
Dauer: 75 Minuten
115 € (inkl. Headsets), zuzüglich Gruppeneintritt (7 € pro Person)

Für Führungen am Wochenende und/oder für längere Führungen und/oder für fremdsprachige Führungen kommt ein Zuschlag von 10 € hinzu.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen des Museumsdienstes unter Tel +49 (0) 221 221-26504 oder über service.museumsdienst@stadt-koeln.de zur Verfügung.

 
 

Domradio: Meister Arnt im Museum Schnütgen

Die Sonderausstellung wird unterstützt von: