Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen

2. April bis 5. Juli 2020

Wer war der Meister Arnt von Kalkar und Zwolle?
Die erste monographische Ausstellung zu dem Begründer einer reichen Bildschnitzerschule am Niederrhein nimmt die Besucher*innen mit in die Zeit des ausgehenden Mittelalters. Gezeigt werden etwa 50 Werke des zwischen circa 1460 und 1492 tätigen Künstlers. Das spätgotische Œuvre Meister Arnts besticht durch außerordentliche Lebendigkeit, Themenreichtum und Erzählfreude.

Anlass der Ausstellung ist eine Neuentdeckung
Anfang 2019 ist es dem Museum Schnütgen gelungen, drei bislang verschollene Fragmente zu erwerben, mit denen ein bereits in der Museumssammlung befindliches Hauptwerk von Meister Arnt, die Altartafel mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige, vervollständigt und erstmals in dieser Form gezeigt werden kann.
Ein weiteres bedeutendes Werk des Bildschnitzers stammt aus der Kalkarer Nicolaikirche. Der im geöffneten Zustand etwa sieben Meter breite Georgsaltar wird in dieser Ausstellung zum ersten Mal außerhalb des Kirchenraumes präsentiert. 
Zusätzliche hochkarätige Leihgaben – um nur einige internationale Leihgeber zu nennen – stammen aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem Musée de Cluny in Paris und den Musées Royaux d’Art et d’Histoire in Brüssel sowie aus zahlreichen Kirchen am Niederrhein.

Niederrhein und Niederlande
Meister Arnt steht für die Verbindung künstlerischer Impulse des Niederrheins mit denen der angrenzenden Niederlande: Von etwa 1460-1484 war er am unteren Niederrhein in Kalkar tätig und von etwa 1484-1492 in Zwolle, der heutigen Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel. Seine Werkstatt belieferte zahlreiche Orte im Umland des IJsselmeeres und der Region um Kleve.
Zu dem erhaltenen Werk Meister Arnts zählen neben Altarretabeln mit figurenreichen erzählerischen Reliefdarstellungen, Statuen von Heiligen sowie markante Einzelfiguren von Christus, Engeln und der Muttergottes mit Kind. Trotz der Produktivität seiner Werkstatt ist Meister Arnt einer breiteren Öffentlichkeit bis heute weitgehend unbekannt – die Ausstellung im Museum Schnütgen wird einen erheblichen Teil seines Œuvres eigens für diese Ausstellung zusammenführen und bietet die Chance einer (Neu-) Entdeckung des „Bilderschneiders“.

Eintrittspreise:
10 Euro, ermäßigt 7 Euro (inkl. ständige Sammlung Museum Schnütgen)
Kombiticket inkl. Rautenstrach-Joest-Museum 13 Euro, ermäßigt 10 Euro

Buchungen:
museum.schnuetgen@stadt-koeln.de